Christian Breithecker engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in Braunfels

 Am 28. Oktober haben die Braunfelser die Wahl: Wer wird der neue Bürgermeister der Stadt? 

Christian Breithecker ist in Braunfels kein Unbekannter. Der 46-Jährige, der mit seiner Familie in Altenkirchen lebt, ist stellvertretender Ortsvorsteher und Mitglied der Braunfelser Stadtverordnetenversammlung. Nach Altenkirchen ist er vor 15 Jahren gezogen. „Vorher haben wir in Wetzlar gewohnt, aber wir wollten gerne ins Grüne – auch wegen der Kinder“, erklärt Breithecker, der zwei Söhne – Maximilian und Julian – im Alter von 18 und 16 Jahren hat.

In Altenkirchen hätte die Familie schnell Fuß gefasst, sagen Breithecker und seine Frau Corinna. Zunächst sei man im Schützenverein engagiert gewesen. Bis heute ist der 46-Jährige dort Schatzmeister. Später kam die Arbeit im Ortsbeirat hinzu. „Mir war es schon immer wichtig, dass das Ortsleben aufrechterhalten bleibt und ich dazu auch aktiv beitrage.“ Seit 2011 ist er stellvertretender Ortsvorsteher. Gelernt hat Breithecker den Beruf des Groß- und Außenhandelskaufmanns, anschließend studierte er Betriebswirtschaft. Derzeit ist der Diplom-Betriebswirt als Experte für Rechnungslegung Immobilienfonds bei einer Bank in Frankfurt beschäftigt. Diese Tätigkeit müsste er aufgeben, wenn er als Bürgermeister gewählt würde. Seine Familie findet das völlig okay, unterstützt ihn aktiv beim Wahlkampf.

Über seine Motivation, sich zur Wahl zu stellen, sagt der Betriebswirt: „Das hat sich seit 2011 nach und nach entwickelt. Als stellvertretender Ortsvorsteher hatte ich ja schon Einblicke in die Stadtpolitik. 2015 kam dann die Bürgerinitiative hinzu.“ Damals wehrten sich Altenkirchener gegen den Bau der Windenergieanlagen. Breithecker war Mitbegründer der Bürgerinitiative „Windkraft mit Vernunft“, die einen Bürgerentscheid erwirkte. Seit dieser Zeit habe er sich mehr und mehr in die Kommunalpolitik eingearbeitet, erzählt er. Schließlich sei er angesprochen worden, ob er sich nicht für die Stadtverordnetenversammlung wählen lassen wolle. Er wollte und bekam auch genügend Stimmen. In dem politischen Organ ist er heute nicht nur stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, sondern auch Mitglied im Ältestenrat und in der Steuerungsgruppe für die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ).

„Ich bin teamfähig und habe das Talent, Menschen zu motivieren“

Obwohl Breithecker kein Mitglied einer Partei ist, sitzt er dennoch als Fraktionsmitglied der Braunfelser CDU in der Stadtverordnetenversammlung. Hospitant in der CDU-Stadtverordnetenfraktion Braunfels lautet der Fachterminus. Zur Bürgermeisterwahl tritt er folgerichtig als parteiloser Kandidat an. Allerdings wird er bei seiner Kandidatur sowohl von der CDU als auch von der SPD unterstützt. Als Ziele für Braunfels nennt Christian Breithecker zuallererst ein Thema: „Bürgerservice, das ist ein wichtiger Punkt.“ Den wolle er ausbauen, sagt er. Wichtig sei dabei, dass die Bürger Gehör fänden, deshalb würde er eine Bürgersprechstunde einführen. Ebenso wichtig sei, „dass die Verwaltung digitalisiert wird“ und die Bürger möglichst viel digital erledigen könnten, so dass ihnen häufige Behördengänge erspart blieben. Hinsichtlich der IKZ will er die Prozesse und Zusammenarbeit mit der Stadt Solms vorantreiben, gleichzeitig aber „die Identität von Braunfels bewahren“. „Wir müssen die Synergien nutzen, Kosten senken und Ressourcen freisetzen“, erklärt er.

Die Stadt attraktiv für junge Familien machen, beispielsweise durch eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung, das ist ein weiterer Punkt, den er anführt. Ebenso gelte es, ein Mobilitätskonzept für Senioren zu entwickeln, die Feuerwehr technisch auf dem neusten Stand zu halten und die Rad- und Wanderwege auszubauen. Auch die Infrastruktur der Stadt solle sowohl erhalten als auch erneuert werden. Ebenso wichtig sei es, transparente Finanzen zu schaffen und die Wirtschaft zu stärken, beispielsweise, indem man die Möglichkeit, Fördergelder zu erhalten, konsequent auslote und nutze oder einen Wirtschaftsdialog einrichte. Mit Braunfels verbindet den Betriebswirt ebenso die Stadt, wie die Menschen, als auch das Umland. Hier könne er auch seine Hobbys wie Fotografie oder Fahrrad fahren sehr gut ausüben, sagt er. Über seine Stärken für das Bürgermeisteramt sagt er: „Ich bin teamfähig und habe das Talent, Menschen an einem Tisch zusammenzubringen und zu motivieren. Auch gehe ich die Dinge immer strukturiert an, kann gut zuhören, kommunizieren und habe in 20 Berufsjahren viele verschiedene Aufgaben gemeistert.“ 21.09.2018, Von Jenny Berns, Region Wetzlar

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