Wasser-Gebühren

Die Abrechnung der Wasser- und Abwassergebühr sorgt in Braunfels teilweise für Irritationen.  Foto: Jens Büttner/dpa Neue Wasser-Gebühren sorgen bei Braunfelser Bürgern für Irritationen

Die Abrechnungen für den Wasserverbrauch sind in den vergangenen Wochen in Braunfels verschickt worden. Bei einigen Bürgern haben sie für Irritationen gesorgt. Vor allem die Ende 2018 eingeführte Grundgebühr für Schmutzwasser war daran schuld. So beschwerten sich in Foren in den sozialen Netzwerken viele über "eine Gebühr für den nicht vorhandenen Schmutzwasserzähler". Auch in E-Mails an die Redaktion wurde darauf aufmerksam gemacht. Hier liegt allerdings ein Missverständnis vor: Zähler für Schmutzwasser gibt es in der Regel in Privathaushalten nicht. Vielmehr handelt es sich bei den Kosten um eine generelle Grundgebühr für das Schmutzwasser. In einem Schreiben hatte die Stadt die Bürger bereits im vergangenen Jahr über die neue Gebührenkalkulation informiert, nachdem diese in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden war. Auch in einer Bürgerversammlung, an der aber nur wenige Braunfelser teilnahmen, wurde die neue Gebührenordnung erläutert. Vor 2019 hatte es über vier Jahre lang keine Veränderung bei den Wassergebühren gegeben. Um die laufenden Kosten der Stadtwerke decken zu können, sei es notwendig gewesen, die Gebühren neu zu kalkulieren, erläutert Bürgermeister Christian Breithecker (parteilos) den damals gefassten Beschluss. "Es geht dabei um eine reine Kostendeckung für den Erhalt der Infrastruktur. Die Stadtwerke dürfen keinen Gewinn machen", sagt er. Ein Grund für die gestiegenen Kosten ist unter anderem die Entsorgung des Klärschlamms, der nicht mehr an die heimischen Bauern ausgegeben werden darf. Da es auch zu wenig Verbrennungsanlagen gibt, sind die Entsorgungskosten enorm gestiegen.
Um die Gebühren neu zu kalkulieren, hatte die Stadt eine Firma beauftragt. Diese kam zu dem Schluss, dass vor 2019 im Bereich Wasser und Niederschlagswasser zu hohe Kosten kalkuliert worden waren. Die Stadtverordneten beschlossen deshalb, die Gebühren für Wasser und Niederschlagswasser für 2019 zu senken, obwohl die Kalkulation hier aufgrund der aktuellen Kosten eigentlich eine Erhöhung vorgesehen hätte.Im Bereich Schmutzwasser wurden hingegen zu wenige Gebühren eingenommen. In den vergangenen Jahren sind die Kosten für die Stadtwerke stark gestiegen. Trotzdem wurden auch hier die Gebühren nicht erhöht. Stattdessen beschlossen die Stadtverordneten lediglich die Grundgebühr für die Wasserzähler zu erhöhen und zusätzlich eine Grundgebühr für Schmutzwasser zu erheben. Möglich ist das Erheben einer solchen Grundgebühr aufgrund des Kommunalen Abgabengesetzes. Für die Grundgebühr für Schmutzwasser braucht es nun keinen eigenen Zähler, wie viele vermuteten. Die Gebühr orientiert sich an der der Zählergrundgebühr für Wasser. Durch die Erhöhung und die Neueinführung müssen die Braunfelser Bürger hier seit 2019 deutlich mehr zahlen, und zwar 60 Euro Grundgebühr bei Standardzählern (Durchlauf bis zu fünf Kubikmeter pro Stunde) im Bereich Wasser. Diese lag vorher bei 18 Euro. Hinzu kommt die Grundgebühr für das Schmutzwasser, die der Grundgebühr für den Zähler entspricht.
Gebührenrechner im Internet nutzen. Deutlich gestiegen sind auch die Gebühren für das Schmutzwasser an sich, und zwar von 2,49 Euro pro Quadratmeter auf 3,06 Euro pro Quadratmeter.Günstiger wurde hingegen der Wasserverbrauch. Statt 1,81 Euro pro Kubikmeter zahlten die Bürger im vergangenen Jahr 1,71 Euro pro Kubikmeter. Die Gebühr wurde für 2020 aber wieder auf 1,80 Euro erhöht.Wer trotzdem Zweifel an seiner Abrechnung hat, kann Einspruch einlegen. Dies geht aber nur in Briefform. Ferner gibt es auf www.braunfels.de einen Gebührenrechner. Dort können Bürger ihren Wasserverbrauch eingeben und erhalten die zu erwartenden Kosten. https://www.mittelhessen.de/lokales/wetzlar/braunfels/neue-wasser-gebuhren-sorgen-bei-braunfelser-burgern-fur-irritationen_21209464

Termine

Mai
28

28.05.2020 18:30 - 19:30

Mai
28

28.05.2020 19:00 - 20:00

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03.06.2020 18:00 - 19:00

Jun
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