Investieren und sparen

Braunfels soll nicht nur für Touristen, sondern auch für seine Bürger attraktiv bleiben. Die Stadt will daher in Kitas, Straßenbau und Feuerwehr investieren. Foto: Jenny Berns  Braunfels soll auch für seine Bürger attraktiv bleiben. 

Die Stadt Braunfels will und muss in den kommenden Jahren investieren, unter anderem in eine neue Kindertagesstätte in Philippstein und ein neues Feuerwehrgerätehaus in Altenkirchen. Gleichzeitig muss die Stadt sparen, denn mit großen Überschüssen kann sie auch 2020 nicht rechnen.

Immerhin, der Haushaltsentwurf, den Bürgermeister Christian Breithecker (parteilos) kürzlich den Stadtverordneten vorstellte, sieht ein Plus von insgesamt rund 57.800 Euro im Ergebnishaushalt vor. Der Finanzhaushalt schließt mit einem Plus von rund 121.600 Euro ab. Es war der erste Haushaltsentwurf den Breithecker nach seinem Amtsantritt im April einbrachte. "Das ist das Werk", sagte er, bevor er einige wichtige Zahlen nannte und dann unter anderem auf Schwierigkeiten bei der Kalkulation von Einnahmen und Ausgaben einging. Rund zehn Millionen Steuereinnahmen - Grund dafür laut Breithecker: Durch das Gesetzgebungsverfahren "Starke Heimat Hessen" lagen die Zahlen zu den Schlüsselzuweisungen und Umlagen Anfang November noch nicht vor. Ein Problem, das bereits der Solmser Bürgermeister Frank Inderthal (SPD) in seiner Haushaltsrede angesprochen hatte. Derzeit kalkuliert Braunfels mit Einnahmen von rund 20,48 Millionen Euro. Davon kommen alleine rund 10,33 Millionen Euro aus Steuereinnahmen und rund 4,8 Millionen Euro aus Schlüsselzuweisungen. Die Ausgaben belaufen sich auf rund 20,43 Millionen Euro. Die Ausgaben steigen 2020 insbesondere im Bereich des Personalwesens und dort vor allem im Rahmen der Kinderbetreuung. Insgesamt wird die Stadt im Bereich der Kindertagesstätten rund 2,34 Millionen Euro ausgeben müssen. Zahlen muss die Stadt auch für die Kreis- und Schulumlage und zwar voraussichtlich 7,76 Millionen Euro. Für die Braunfelser Kur GmbH sind derzeit 285.000 Euro eingeplant. Für das Instandhalten der Straßen sind 120.000 Euro vorgesehen. Sparen wird die Stadt auch im nächsten Jahr im Bereich der Bauunterhaltung, die laut Plan auf "ein Minimum zurückgefahren" wird. Investieren will Braunfels in 2020 rund 3,23 Millionen Euro. Davon 174 000 Euro im Bereich Braundschutz, vorgesehen unter anderem für neue Fahrzeuge, aber auch für Planungskosten für den Neubau des Gerätehauses in Altenkichen (30.000 Euro). Für 2021 sollen dann Baukosten in Höhe von rund 700.000 Euro eingeplant werden.
Investitionen in Höhe von 3,23 Millionen Euro Für den Kita-Neubau ist eine Million Euro im Investitionsplan 2020 eingestellt. 88.000 Euro sind es für den Bäderbetrieb, unter anderem stehen eine Pumpenanlage, eine Kollektoranlage und die Heizung im Plan. Für Straßensanierungen, Straßenausbau und die Erschließung des Baugebiets Sinnelbach sind insgesamt rund 1,16 Millionen Euro kalkuliert.
Geplant ist derzeit eine Kreditaufnahme von rund 2,53 Millionen Euro. Der Schuldenstand beläuft sich zum 31. Dezember diesen Jahres voraussichtlich auf rund 6,51 Millionen Euro. Hinzu kommen die Liquiditätskredite in Höhe von rund 1,83 Millionen Euro und die Schulden für die Stadtwerke Braunfels in Höhe von rund 17,25 Millionen Euro. Auch Darlehenvaluten aus den Vorjahren stehen noch aus. So könnte am Ende eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2.362 Euro stehen. Derzeit wird der Haushaltsentwurf in den Ausschüssen beraten. https://www.mittelhessen.de/lokales/wetzlar/braunfels/investieren-und-sparen_20730283

Termine

Jun
17

17.06.2020 19:00 - 20:00

Jun
18

18.06.2020 19:00 - 20:00

Jun
25

25.06.2020 19:00 - 20:00

 

 

Facebook

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.