Hochburgen der Parteien im Lahn-Dill-Kreis ?

Bildergebnis für Hochburgen der Parteien im Lahn-Dill-KreisCDU liegt in 22 von 23 Städten und Gemeinden im Lahn-Dill-Kreis vorne

Bei den Landtagswahlen ist die CDU als stärkste Partei im Lahn-Dill-Kreis hervorgegangen. Wo sind ihre Hochburgen, wo erzielte sie die schlechtesten Werte? Wie ist die Lage bei SPD, Grünen, AfD, FDP und Linken? (WNZ, 29.10.2018, von Jörgen Linker)

CDU: Hochburg der CDU ist die Gemeinde Breitscheid (42,8 Prozent). 55,6 Prozent holten die Christdemokraten in Gusternhain, 49,5 Prozent in Weidelbach, 49 Prozent in Offdilln sowie 47,1 Prozent im Ort Breitscheid. Ihre Tiefstwerte erzielte die CDU in Guntersdorf (19,3 Prozent), Bissenberg (19,4), Tiefenbach (19,5), Naunheim (19,7) und Oberscheld (20,5). Nach drei Wahlkreisen in den katholischen Regionen Fulda und Limburg hat die CDU im alten Dillkreis (Wahlkreis 16) das hessenweit viertstärkste Ergebnis erzielt (33,3 Prozent). In Waldaubach, Griedelbach und Oberlemp ist die AfD stärkste Partei, noch vor CDU und SPD
SPD: Stärkstes Terrain für die SPD ist – wie gewohnt – Siegbach. Es ist die einzige Kommune im Lahn-Dill-Kreis, in der die SPD (25,9 Prozent) vor der CDU (25,6 Prozent) liegt. Den höchsten Wert erzielten die Sozialdemokraten in Amdorf (32,0 Prozent, danach folgen Tiefenbach (31,9), Rittershausen (31,8), Tringenstein (30,3) und Guntersdorf (28,0). Die schwächsten Ergebnisse stehen zu Buche in Gusternhain (9,0 Prozent), Waldaubach (10,4), Manderbach (10,5), Breitscheid (10,8), Eschenburg-Roth (11,7), Wissenbach (12,3) und Rodenbach (12,8).
Grüne: Die Grünen erzielten ihre stärksten Ergebnisse in Lahnau (19 Prozent), Schöffengrund (17,7), Hüttenberg (17,6) und Wetzlar (17,3) – alles noch unter dem Landesdurchschnitt von 19,8 Prozent.
Betrachtet man die einzelnen Orte, holten sie das beste Ergebnis in Greifenthal (27,7 Prozent), dann kommen Niederquembach (24,4), Vollnkirchen (23,6), Dorlar (22,4), Hasselborn (22,1) und Groß-Altenstädten (20,7). Die niedrigsten Prozentzahlen erreichten die Grünen in Waldaubach (5,4 Prozent), Offdilln (6,5), Oberlemp (6,6), Dillbrecht und Haigerseelbach (je 7,7).
Die Grünen holten im alten Dillkreis im Wahlkreis von Spitzenkandidatin Priska Hinz mit 12,8 Prozent ihr zweitschlechtestes Ergebnis in Hessen, nach Bad Hersfeld.
AfD: Hochburg der AfD ist Driedorf. Dort holte sie 22 Prozent der Stimmen und liegt vor der SPD (20,7 Prozent) – ausgerechnet in der Heimatgemeinde von Landrat Wolfgang Schuster und Landtagsabgeordnetem Stephan Grüger (beide SPD). Und im Driedorfer Ortsteil Waldaubach, dem Heimatdorf von Direktkandidat Adrian Tegelbekkers, ist die AfD mit 34,7 Prozent (70 der 206 Stimmen) die stärkste Partei (vor der CDU mit 30,2 Prozent und der SPD mit 10,2 Prozent). Auch im Waldsolmser Ortsteil Griedelbach ist die AfD stärkste Partei (23 Prozent), ebenso in Oberlemp (26,2). In Dreisbach holte sie 27,5 Prozent, in Stockhausen 26,2 Prozent, danach folgen Mademühlen (24,3) und Hohenroth (23,9). Ihre schwächsten Resultate erzielte die Partei in Nanzenbach (7,4 Prozent), Hasselborn (8,7) und im Herborner Stadtteil Amdorf (9,4).
FDP: Die FDP holt in Münchholzhausen, wo Bürger gegen Straßenbeiträge der Stadt Wetzlar protestieren, 19,3 Prozent. Vergleichsweise gute Ergebnisse erzielten die Liberalen auch in Wissenbach (10,4 Prozent), in Arborn (10,3), Bermoll, Oberwetz (je 10,2), Hasselborn (10,1), Bicken (9,8), Oberndorf (9,4) und Merkenbach (9,2). Die schwächste Ergebnisse stammen aus Ulm (2,2) und Breitenbach (2,6 Prozent).
Linke: Die Linken kamen nur in Wetzlar und Lahnau knapp über fünf Prozent. Die Höchstwerte erzielte die Partei in Bellerdsorf (9,7 Prozent, Weiperfelden (8,0 Prozent), Breitenbach (7,9) und Rodenbach (7,4), die Tiefstwerte in Ahrdt (0,0 Prozent), Rabenscheid (1,2), Breitscheid und Steinbach (je 1,7).
Die Wahlbeteiligung
Der Lahn-Dill-Kreis hat ein Problem mit der Wahlbeteiligung. Das zeigte sich im Mai bei der Landratswahl (23,9 Prozent), und es zeigt sich nun bei der Landtagswahl. 59,9 Prozent der Wähler gaben im Wahlkreis 16 (alter Dillkreis inklusive Greifenstein und Bischoffen, plus Ehringshausen) ihre Stimmen ab. Das ist das drittschlechteste Ergebnis der 55 hessischen Wahlbezirke. Nur zwei Wahlbezirke in Frankfurt und Offenbach verzeichneten eine noch geringere Wahlbeteiligung. Im Wahlkreis 17 (restlicher Altkreis Wetzlar) lag die Beteiligung bei 62,8 Prozent – das fünftschlechteste Ergebnis in Hessen und deutlich unter dem Landesschnitt von 67,3 Prozent.

 

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